Parade der Kulturen

Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport Ein gefördertes Projekt des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport
Fecht Union Krems · Schulprojekt

Fechten lernen, Vielfalt leben.

Ein Sport- und Integrationsprojekt, das Fechten als Transfermedium nutzt, um Kindern und Jugendlichen Soft Skills und interkulturelle Handlungskompetenzen näherzubringen – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Vorerfahrung.

0Schulprojekte in 3 Jahren geplant
8–14Jahre Zielgruppe
0Jahre Fecht Union Krems
Parade der Kulturen Emblem
Über das Projekt

Warum Fechten Vielfalt sichtbar macht

„Parade“ bedeutet im Fechten eine Abwehraktion, die die eigene Position im Gefecht stärkt – und zugleich ein Fest der Gemeinsamkeit, ein Zusammenkommen unterschiedlicher Menschen. Genau diese Doppeldeutigkeit trägt das Projekt.

Die Ausgangslage

Rund ein Viertel der Menschen in Österreich hat Migrationshintergrund. Für eine gelingende Integration von Kindern und Jugendlichen braucht es neben Sprachkenntnissen vor allem kulturelles Verständnis und Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, interkulturelle Kompetenz und Reflexionsvermögen – Fähigkeiten, die klassische Projekttage oft nur oberflächlich vermitteln.

Fechten eignet sich dafür besonders gut: als regelgebundener, wertevermittelnder Sport mit geringem Verletzungsrisiko, der Respekt, Fokus und Fairness voraussetzt – und der nur gemeinsam mit einem Gegenüber funktioniert.

Der Ansatz

Jede Lehreinheit nutzt Fechten als Transfermedium: Konkrete Fechtkompetenzen werden mit sozialen Kompetenzen verknüpft und im Alltag der Schüler:innen verankert.

„Abstand halten“ im Fechten wird zu „Raum geben und Raum nehmen“ – dem Verständnis, dass persönlicher Raum kulturell unterschiedlich geprägt ist.

Begleitet werden die Programme von Expert:innen, staatlich geprüften Trainer:innen und Übungsleiter:innen der Fecht Union Krems.

Kinder unterschiedlicher Herkunft legen gemeinsam ihre Hände zusammen
Gemeinsam statt nebeneinander: Vielfalt wird im Training sicht- und greifbar.
+10% Ziel: mehr Kinder mit Migrationshintergrund in österreichischen Fechtvereinen
Pre/Post Messbare Lernfortschritte durch wissenschaftlich fundiertes Test-Framework
Langfristig Aufbau dauerhafter Partnerschaften mit Schulen, Verbänden und Unternehmen
So läuft ein Schulprojekt ab

Ein dreistufiges Begleitmodell

Jedes Schulprojekt durchläuft denselben Aufbau – vom ersten Social-Skills-Training bis zur fortlaufenden digitalen Begleitung.

Griff eines Fechtfloretts Glocke eines Fechtfloretts Klinge eines Fechtfloretts
1

Social Skills Training

Ein Soft-Skills-Training (2–3h) vermittelt die zentralen Grundkonzepte – inklusive Lernmaterialien, Handouts und Workbooks für die Schüler:innen.

2

Fechteinheiten

Regelmäßige Fechteinheiten (1–2 Schulstunden) verbinden sportliche Grundlagen mit kurzen Impulsen, Gruppen- und Reflexionsübungen zum jeweiligen Thema.

3

Begleitung & Vertiefung

Fortlaufende Begleitung mittels App sowie weiterführenden Unterrichtsunterlagen sichern den Lerntransfer auch über die Einheiten hinaus.

Fechtkompetenz

Angriffe des Gegenübers parieren können

→
Soft Skill

Umgang mit Konflikten und neuen Herausforderungen im Klassenzimmer

Kompetenz-Framework

Was Schüler:innen mitnehmen

Das „Parade der Kulturen“-Framework unterscheidet zwei Bereiche: den Umgang mit anderen und den Umgang mit sich selbst.

Umgang mit Anderen

  • Interkulturelle Kompetenz und Offenheit gegenüber anderen Kulturen
  • Konfliktfähigkeit ohne Gewaltanwendung
  • Emotionale Intelligenz und Einfühlungsvermögen
  • Kommunikationskompetenz – eigene Wünsche und Grenzen klar äußern
  • Offene Wertehaltung im Umgang mit Feedback

Umgang mit sich selbst

  • Selbstmotivation und Umgang mit Rückschlägen
  • Strategien zur emotionalen Regulation
  • Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion
  • Gesteigerte Selbsteinschätzung
Projektbetreuung

Das Team hinter dem Projekt

Erfahrene Trainer:innen, Leistungssportler:innen und Expert:innen für interkulturelle Handlungskompetenz begleiten jedes Schulprojekt.

JP

Johannes Poscharnig

Projektleitung

Nationalteamfechter, 8-facher österreichischer Staatsmeister, Coach für interkulturelle Handlungskompetenz mit über 10 Jahren Erfahrung in 9 Ländern.

JP

Josef Poscharnig

Cheftrainer

Seit 50 Jahren Fechttrainer im Leistungszentrum Krems, Ehrenpräsident des Österreichischen Fechtverbandes.

FU

Team der Fecht Union Krems

Trainer:innen & Übungsleiter:innen

Staatlich geprüfte Trainer:innen und Leistungssportler:innen, die die Fechteinheiten an den Schulen begleiten.

+

Weitere Übungsleiter:innen

In Ausbildung

Junge Athlet:innen werden laufend zu Trainer:innen ausgebildet – in Kooperation mit den Landesfechtverbänden.

Für Schulen

So wird Ihre Schule Teil des Projekts

Vom ersten Kontakt bis zum Projektstart – in vier klaren Schritten.

1

Kontaktaufnahme

Durch die Schule oder die Projektleitung – formlos per E-Mail oder Telefon.

2

Erstgespräch

Präsentation und Vorstellung des Projekts vor Ort oder online.

3

Anlage in der Plattform

Die Schule wird mit den Trainer:innen verbunden und sieht jederzeit, welcher Trainer bzw. welche Trainerin sie in welcher Einheit betreut.

4

Projektstart

Start der Social-Skills- und Fechteinheiten direkt an der Schule.

Getragen von

Partner & Verbände

Das Projekt wird von der Fecht Union Krems geleitet und arbeitet eng mit den österreichischen Fechtverbänden zusammen.

Wiener Landesfechtverband Wiener Landesfechtverband
Mitmachen

Schule, Partner oder Förderer werden?

Wir suchen laufend Schulen, Trainer:innen und Unternehmenspartner, die das Projekt langfristig mittragen wollen.